Gedanken zur Jahreslosung 2014

    Gott nahe zu sein ist mein Glück!
    (Psalm 73,28) 

    Hier wird die Verbundenheit mit Gott von einem Menschen als Glück angesehen. Damit ist er nicht allein. Aber wie kommt es, dass so viele Menschen Gott als jemand ansehen, auf den man im Leben gut und gerne verzichten kann; der keinen besonderen Wert zu haben scheint? Folgende Begebenheit kann ein wenig Aufschluss geben:

    „Ein Bauer ist zu einem Festessen in der Stadt eingeladen. Verwundert erlebt er die heiße Schlacht am kalten Büfett. Er sieht, wie die feinen Herrschaften sich die Teller füllen und einfach zu essen beginnen. Er bedient sich auch, setzt sich zu Tisch und spricht erst ein Dankgebet. Sein vornehmer Nachbar lächelt milde und sagt: „Seid ihr auf dem Land noch so altmodisch, das ihr zu Tisch betet?“ – „Nein, nicht alle!“, erwidert der Bauer. „Sicher nur die Alten und Rückständigen“, fragt der Mann weiter. „Das nicht“, meint der Bauer, „ich habe im Stall zwanzig Säue und hundert Ferkel, die fressen alle so, aber was bei uns Mensch ist, dankt Gott für die guten Gaben!“

    Vielleicht wird Gott ja dann nicht mehr als Glück und Segensbringer angesehen und wahrgenommen, wenn man alles Gute als selbstverständlich ansieht und übersieht, dass wir es Gott zu verdanken haben.

    Wer sich im Danken übt, der denkt darüber nach, wem er letztlich alles zu verdanken hat. Und der wird erkennen, dass Gott es ist, der über ihn wacht und ihn versorgt. Der wird mehr und mehr erkennen: Gott nahe zu sein ist mein Glück.

    Für das neue Jahr wünsche ich ihnen die Entdeckung, wie wertvoll es ist, mit Gott verbunden zu sein.

    Thomas Alexi

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